Mittwoch, 16. Juli 2008

und dann war da noch...

... die Schlange...



Man ahnt ja immer nix Boeses. Aber Andrea und ich haben ja schon frueher auf Moskitonetze geschworen, geben doch ein erstaunliches Gefuehl der Sicherheit. Ich war heute morgen schoen einkaufen in Uvita. Einkaufen erschoepft mich immer. Tut arbeiten uebrigens auch und viele viele andere Dinge ebenso. Uns wie im vorigen Post so schoen beschrieben, lege ich mich tagsueber gern hin, bevorzugt in die Haengematte. Da tue ich keinem weh und die Welt ist schoen von da aus.

Heute hat Andrea aber leider sehr frueh eine Arbeitswut auszuleben, ich bin da ungern Zeuge von, also habe ich mich ("ich geh' dann mal, ich kann dich nicht arbeiten sehen...") in unsere Datscha unter's Moskitonetz zum Lesen zurueckgezogen.
Ein Rascheln war die einzige Vorwarnung, aus den Augewinkeln sehe ich etwas Gruenes auf das Netz fallen und von da zwischen Netz und Wand runterrutschen. Ich zucke zusammen und die Schlange fasst das als Aufforderung auf mich naeher kennenzulernen!! Wollte doch weiter zu mir ins Bett. Ich habe mit beiden Haenden das Moskitonetz runtergehalten und Andrea mit Machete gerufen (und Fotoknips, wie man sieht). Meine neue Bekannte kroch dann erstmal ins Badezimmer um sich frisch zu machen, warf dabei dann noch Deo und Mundspuelung zu Boden. Andrea errettete mich mit der Machete und einem Besen. Einmal als Krabbelhilfe angeboten ergriff Schlange die Gelegenheit beim Plastikschopf und kroch behende auf meine Haende zu. Zum Glueck war der Weg zur Tuer frei und wir 3, Besen, Schlange und ich, stuerzten aus der Cabina um dann doch fuerderhin getrennte Wege zu beschreiten.

Andrea hat gelernt, alle Giftschlangen in Costa-Rica haben dreieckige Koepfe. Insofern war mein Abenteuer gar keins!! Allein, ich bin da unsicher...

In diesem Sinne, kauft euch Moskitonetze und Macheten und sorgt dafuer immer Andrea in Rufweite zu haben. Waidmannsheil...

und wie immer, klick unten = mehr Bilder

Die Schlange

Montag, 14. Juli 2008

Statt 2 sind es nun doch noch 12 Tage…

an denen die Buerger von Ochojal noch in den Hochgenuss excellenter Pizza kommen… dann muesen wir leider gehen, aber so ist das Leben, es besteht nur aus Abschieden oder so aehnlich.

In die klimatisch passionierteren Berge zieht es uns am 26. Juli, wenn Stefan etwas verspaetet die Pizzeria wieder uebernehmen wird.

“La montaña linda” (http://www.montanalinda.com/indexsp.html) ruft uns, damit ich nicht immer alles fuer Tobi uebersetzen muss. Tobi kommt in die Krabbelgruppe und ich in den Begabtenfoerderkreis... Zwei Wochen haben wir geplant und investieren somit unser hart verdientes Geld in die Zukunft, wollen wir doch immer noch fuer immer oder wenigstens fuer fast immer hier bleiben. Auch wenn wir uns restauranttechnisch nicht niederlassen wollen oder nur zur Not und/oder Ueberbrueckung, befinden wir uns momentan in einer Brainstorming – Phase, um herauszufinden was genau wir wollen, koennen, sollen, muessen (?). Ist nicht ganz leicht, aber wir arbeiten dran und stimmen unsere Plaene ein wenig darauf ab.

Ausserdem sind wir den Regen leid, er steht uns sozusagen bis zum Hals, naja eher bis zu den Knoecheln, aber das reicht auch… Vorgestern ist dann, waehrend die Welt unterging, puenktlich um 18:00 der Strom fuer 3 Stunden ausgefallen (wir haben nur 1 Stunde laenger geoeffnet…) und wir haben alles mit Kerzen erleuchtet. Gar nicht so einfach im stroemenden Regen, wo es zudem auch noch an allen Ecken reinregnet. Die Gaeste fanden es unglaublich romantisch und “cosy”... dachten sie doch, es waere nur fuer sie arrangiert, ha, ha was fuer Gringos. Wir hingegen wissen was gemuetlich ist und was gottgegeben... ueberlaufende Sickergruben, hmmm... Wasserfluten ueberall auch im Badezimmer, na toll..., nasse Waesche, lecker..., Dreck und Schlamm all over, ... ABER zum Glueck gibt es TERROR, die costaricanische Antort auf Meister Proper...




Ja und heute hat es uns dann auf dem Mopped erwischt. Kinder wir koennen euch sagen, wir sind bestimmt nicht das erste Mal bei Regen gefahren und Flussdurchfahrten sind uns auch nicht fremd. Aber dann waren die Fluesse auch immer dort, wo sie sein sollten und der Regen hat einem nicht die Strasse unter dem Hintern weggeschwemmt UND vor allem war das nie in den Tropen... Die Helme und Schuhe trocknen uebrigens hervorragend auf dem Steinofen… stinken danach etwas rauchig, aber immer noch besser als nach altem, feuchtem Handtuch... oder nassem Hund

So sehen sie also aus unsere Widrigkeiten des alltaeglichen Lebens und waehrend ich das so schreibe findet hier voll die Insektenparty auf dem Monitor statt, da erstellen mindestens 6 verschiedene Fliegenarten, eine Wespe und diverse Spinnen ihre eigenen Zukunftsplaene. Stellt euch vor der PC steht im Sommer im Garten…

Und trotzdem hat uns das Land voll erwischt, moechten gar nicht mehr weg. Letzthin waren wir am Ende der Welt, in Sierpe am Rande der Mangroven. Auf der Fahrt dahin hat uns unser Nachbar Otto Historie und Schoenheit nochmals nahe gebracht. Mit dem Mopped gings letzte Woche zum Einkaufen nach Palma Norte und das hat alles einfach einen ganz eigenen Charme. Moechten wir halt haben!!!

Nach dem Trip in die Berge, wo wir nicht nur Spanisch lernen, sondern auch wandern wollen, fahren wir dann zum Abhaengen an die Karibikkueste. Aber das berichten wir dann natuerlich aktuell, irgendwie muessen wir ja auch mal wieder Neid ausloesen *grins*


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Los últimos 12 días en Ochojal