Sonntag, 30. März 2008

Und nun bin ich auf einmal in der Karibik

Ziemlich unerwartet bin ich gestern am fruehen Morgen mit Karen und den anderen sieben Voluntaeren an die Karibikkueste gefahren. Mit dem Bus morgens um 6 Uhr ging es los und nach einem kleinen Zwischenstopp bei der Polizei in San Jose, sind wir dann um 18 Uhr in Cahuita angekommen. Eigentlich wollten wir ja Stuarts und meinen Geburtstag, wir haben am selben Tag!, in Nicaragua feiern, aber wie es der Gruppenzwang so will... Leider kann ich euch vorerst keine Fotos mehr praesentieren, da ich keine Kamera sowie keine Kartenlesegeraet mehr habe. Sie wurde zusammen mit meiner Brille und diversen anderen Teilen, die sich in meinem Rucksack befanden, aus dem Bus nach San Jose geklaut. Shit happens, aber ich war auch zum ersten Mal so leichtsinning und habe den kleinen Rucksack in die Gepaeckablage ueber meinem Sitz gepackt. Im ersten Moment war ich echt geschockt, da ich ohne meine Brille aufgeschmissen bin. Ich habe zwar Linsen, aber spaetestens, wenn ich Nachts auf die Toilette muss, kann ich nichts mehr sehen. Und das ist im Land der Skorpione und Schlangen gar nicht lustig. Zum Glueck habe ich meine allte Brille als Ersatz eingepackt und das groesste Problem geloest. Worueber ich aber echt traurig bin, dass meine geliebten Buffy und Mopped Fotos aus meiner Geldboerse auch weg sind. Der uebrige Verlust hat mich ueberraschend unberuehrt gelassen.

Zum Ausgleich waren wir dann heute im Caihuta National Park, sprich an einem 15 Kilometer langen weissen Sandstrand mit einem schattigen Wanderweg entlang der Kueste und Affen und Korallen und...In den naechsten Tagen geht es dann noch fuer 3 Tage nach Panama, das Visum erneuern. Ich muss alle 90 Tage fuer 3 Tage das Land verlassen. Aber was langweile ich euch damit. Euch allen einen tollen Fruehling, viele Sonnentage und ueberhaupt gaaanz viel positive Gedanken.

Freitag, 28. März 2008

Impressionen eines Urlaubes


Zum Fotoalbum geht es wie immer - auf das kleine Foto ganz unten am Ende des Textes klicken!




Hallo ihr drei Lieben - danke fuer die schoene Zeit!

Heute morgen um 3:45 klingelte der Wecker und fuer meinen Bruder Dirk, meine Schwaegerin Coco sowie meine Nicht Lena war die Zeit in Costa Rica vorbei. Um 4:00 haben wir uns ein letztes Mal umarmt und dann sind sie zum Flughafen verschwunden, wo sie nun ueber Amerika und Frankreich ins verschneite (?) Deutschland unterwegs sind. Ich habe mich bemueht, die schoensten Eindruecke ins Fotoalbum zu stellen, von fast 400 Fotos sind nur 253 uebrig geblieben...


Nach einer strapazioesen Flugreise kamen die drei am 14. Maerz am fruehen Abend erschoepft im schwuelen Liberia an und sind bis auf Dirk direkt ins klimatisierte Hotelzimmer in die Betten gehuepft. Am naechsten Tag ging es dann 320 km Richtung Sueden, ueber wunderschoene Kuestenstrassen, davon 44 km staubige Schotterstrasse und eine Flussdurchfahrt inklusive!



Die Dschungelerfahrungen in Stefan´s "Dschungelcamp - El Jardin Tortuga" auesserten sich in "Man, ist das schoen", "Wahnsinn wie laut das hier ist und alles nur von Tieren", "Ich fuehl mich wie im Dschungel Camp" , "Lena, lauf nicht barfuss, hier gibt es Schlangen..." usw...
Um es in einem Wort zu beschreiben, die ersten Eindruecke waren unglaublich ueberwaeltigend fuer meine Familie (wie fuer mich auch vor 2 Monaten).

Die erste Woche haben wir im Jardin Tortuga verbracht. Morgens ein hollaendisches Fruehstueck bei Otto im Hotel "El mono feliz - der glueckliche Affe" zur Staerkung und dann ab ins Auto zu den verschiedenen Highlights. Tolle Straende, eine Bootstour durch die Mangroven, ein Besuch im Indianer Reservat und viel, viel Natur. Selbst der Tod einer Giftschlange durch Stefan`s Machete blieb ihnen nicht erspart (die Boa wurde ja schon ausgebuergert...). Wir haben Fruechte gegessen, deren Namen ich noch nicht einmal mehr weiss. Abends sind wir dann essen gegangen, entweder bei Stefan (ich war endlich mal Gast!!!) oder in einem der super Restaurants in der Naehe. Es wuerde absolut den Rahmen dieses blogs sprengen, wenn ich auf jede Tour eingehen wuerde. Daher erscheinen hier nur die absoluten Hoehepunkte der Reise. z.B. hat Dirk den besten Schweinebraten seines Lebens gegessen und wuerde seine Seele fuer das Rezept opfern. - Hallo Dirk, ich werde Dir das Rezept besorgen, versprochen -



In der zweiten Woche standen dann der "aktive" Vulkan Arenal und Rincon de la Vieja auf dem Programm. Also wurde der Abstamm gesammelt ;-), das Auto bepackt und die Tour durch die Berge gestartet. Auch diesmal blieben uns die 44 km Schotter nicht erspart. Nun zwar etwas weniger aufregend, aber stattdessen mit Gewoehnungseffekt - "wir werden nie wieder etwas ueber den Paschesiepen sagen" - Ein Glueck war die Rueckreisewelle (die Semana Santa = Ostern war vorbei) der Ticos entgegen unserer Route, und wir konnten ohne Stau oder sonstigen Verzoegerungen durchfahren. Bei 9 Stunden fuer 350 km waere ein Stau auch echt gemein gewesen :-)



Von unseren Cabinas hatten wir direkten Blick auf den Lava speienden Vulkan. Wir haben sogar abends die gluehende Lava fliessen sehen, trotz Bewoelkung. Und wie laut der grummelt, kann einen schon beaengstigen. Dirk und Coco haben morgens um 5 Uhr jedenfalls die Betten getestet, nein nicht wie ihr denkt, sondern indem sie beide im Bett standen vor lauter Panik nach einen besonders starken Gegrolle und Gedonnere.

Und dann ging es in den Schnee - nee gelogen, aber es sieht doch fast so aus, oder???


Im Rincon de la vieja (hier gibt es auch einen Vulkan und den Geist einer alten Frau mit Heilkraeften) hatten wir dann den kroenenden Abschluss mit einer super Unterkunft und dampfenden Schwefelloechern. Es war so schoen dort, dass mir die Worte fehlen (mir!). Lasst einfach die Bilder auf euch wirken, auch wenn es nie so rueber kommt wie in natura.




HIER KLICKEN!!!
La vacacion de la familia Stihl


Ja, es war schoen, einfach nur schoen.

Freitag, 14. März 2008

Wer haette das gedacht,...

Dies und das


...das ich mal ins Pizzageschaeft einsteige ;-) Aber mal im Ernst, ich werde tatsaechlich laenger als geplant hier bleiben und im Juni/Juli die Pizzeria und die Cabinas von Stefan verwalten, da er dringend eine Auszeit braucht. Das mache ich zum Glueck nicht allein, mein Schatz Tobi kommt und hilft mir. Da wir natuerlich nicht nur zum arbeiten hier sind, werden wir danach noch den ganzen August und ein paar Tage im September durch Mittelamerika reisen. Das heisst, wir kommen am 10. September zurueck nach Deutschland. Was dann passiert, ist noch nicht klar. Ich moechte gerne in einer internationalen Organisation arbeiten, die Hilfsprojekte an sich oder Freiwilligenarbeit in Hilfsprojekten verwaltet. Tobi und ich haben einen gemeinsamen Plan diesbezueglich, fuer den wir aber noch Vobereitungen und vor allem Sponsoring benoetigen. Das werden wir Euch aber gemeinsam auf meiner Webseite praesentieren, wenn es konkreter wird. Sprich, ich komme eventuell zurueck nach Berlin und werde dann auch wieder einige sister-act Kurse im naechsten Jahr anbieten. Plus die Reisen. Es wird sogar noch eine Tour dazu kommen, mit der Harley oder BMW durch Costa Rica, allerdings ohne meine Begleitung. Aber das werde ich Euch alles auf meiner Webseite anbieten.

Heute bin ich nach einer anstrengenden eintaetigen Busfahrt in Liberia, um meinen Bruder, meine Schwaegerin und meine Nichte am Flughafen abzuholen. Wir werden dann zusammen 2 Wochen mit dem Auto erkunden und eine schoene Zeit haben. Dann kann ich auch endlich meinen Zeh auskurieren. Ich hatte naemlich eine kleine OP hier bei einem Medico. Ja, ja, wenn man sich immer noch nicht richtig die Naegel schneiden kann, dann kann das boes enden. Ich hatte auf jeden Fall eine so fette Infektion, dass nichts anderes uebrig blieb als wegschnippeln. Danke der Erfindung der Anaesthesie, obwohl auch die beiden Spritzen hoellisch weh getan haben. Ich bin allerdings auch ein Weichei in Bezug auf Schmerzen. Und da eine Verletzung am linken Fuss zu einem physischen Ungleichgewicht fuehrt, habe ich mir dann noch die rechte Hand aufgeschlitzt beim spuelen *ha ha ha* ... die *Praxis* des medico hat allerdings jedem europaeischen Standard getrotzt und ich hoffe einfach, dass ich neben der Antibiotika genug Abwehrkraefte habe, um das unbeschadet zu ueberstehen... wo ich doch den linken dicken Zeh zum schalten brauche... und das Klima hier unterstuetzt ebenfalls nicht unbedingt eine schnelle Heilung...

Ja und dann noch die kleine Geschichte mit der Boa. Es war einmal eine wunderschoene Boa Konstriktor, die wohnte in einem wunderschoenen Haus. Leider war der Besitzer dieses Hauses gar nicht so begeister von ihrer Anwesenheit, da in seinem Haus, das auch Restaurant genannt wird, immer ganz viele fremde Menschen zu Besuch sind. Also musste die Boa ausziehen. Da sie aber so schnell keine andere Wohnung finden konnte und der boese Besitzer sie schnellst moeglich weg haben wollte, hat er sich einen langen Stab genommen, die Boa einfach darum gewickelt und sie vor die Tuer gesetzt. Sie hat sich erbittert gewehrt, hatte aber keine Chance, da der Stab laenger als sie selbst war und sie nur in diesen beissen konnte, aber nicht in den boesen Besitzer. So endet die Geschichte und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!