Dienstag, 12. Februar 2008

Juchu, ein Internet Cafe


Es hat sich schwieriger als erwartet gestaltet, aber nun bin ich endlich online und kann euch ein paar neue Fotos zeigen. Ihr muesst wie immer auf das kleine Bild am Ende des Textes klicken.
Aber jetzt erst mal kurz zu den Ereignissen der vergangenen Woche. Ueber vier Ecken habe ich erfahren, dass Stefan (der Besitzer von Jardin Tortuga) dringend Hilfe zur Ueberbrueckung braucht, da er neben der Pizzeria ein zweites Restaurant (El Rancho) eroeffnet hat. Also werde ich mein Voluntariat fuer einen oder zwei Monate unterbrechen, um ihm zu helfen und mir meinen Aufenthalt zu verdienen. Costa Rica ist naemlich sehr teuer. Nach einem herzzereissenden Abschied von den anderen Voluntaeren (ich habe ein Good bye Buch bekommen und ein selbstgemachtes Muschelarmband!), bin ich dann mit Carolina von Projects abroad nach Liberia gefahren. Dort habe ich eine Nacht im Hotel geschlafen und hatte einen netten Abend mit Peggy, einer Amerikanerin, die auch alleine unterwegs war. Mit immerhin 56 Jahren.


Auf den Fotos ist meine folgende, eintaegige Reise nach Ojochal per Bus festgehalten (eher mehrere Busse...). Die Gegend im Sueden ist viel Urwaldmaessiger und gruener als im Norden. Trotz der Anstrengung habe ich diese Fahrt sehr genossen. Ich hatte auch immer Gespraech, sei es mit Andres, einem Costa Ricaner oder Thomas, einem Schweizer, der seit einem Jahr in Costa Rica lebt. Man bekommt immer Tipps und Hilfe und die Menschen sind generell sehr nett und hilfsbereit. Ich bin um 5 Uhr morgens in Liberia gestartet und um 18.30 in Ojochal angekommen... Dort hatte ich dann Glueck, dass ich von ein paar Leuten im Pick Up mitgenommen wurde und die 3 Kilometer bis zum Jardin Tortuga nicht mit vollem Gepaeck laufen musste. Und nun wohne ich in einer kleinen Cabina und arbeite den ganzen Tag auf dem Gelaende des Jardin Tortuga. Ich mache alles was anfaellt, vom Laub harken, Cabina putzen, Werbeplakate designen bis hin zum Gemuese putzen und Kaese reiben. Abends bediene ich dann in der Pizzeria. Gestern habe ich mein erstes Trinkgeld bekommen, immerhin 10 $. Da ich mit mehreren Ticas zusammen arbeite, muss ich die ganze Zeit Spanisch reden. Das ist natuerlich ziemlich gut. Die meisten Gaeste sind allerdings aus Kanada, Amerika oder Europa, d.h. ich spreche auch Englisch und Deutsch. Manchmal verwirrt mich das schon arg, aber ich arbeite dran. Das Gelaende des Jardin Tortuga ist sehr urspruenglich und etwas verwildert. Es gibt einen kleinen Teich, einen Fluss und viele tolle Pflanzen. Und natuerlich jede Menge Kriech- und Fliegzeug. Am besten sind die fliegenden Knallkoeppe, wie sie Stefans Vater getauft hat. Die Viecher sehen aus wie fliegende Froesche, sind ca. 3 cm gross und knallen ohne jeden Sinn immer wieder gegen Waende etc. Aber ich gewoehne mich tatsaechlich immer mehr an diese Saurierinsekten. Hier erfaehrt man die beste Aversionstherapie, die man sich denken kann ;-)

An meinem zweiten Tag im Jardin Tortuga habe ich drei (naja eher 2 1/2) sehr nette Menschen aus Deutschland kennen gelernt (Thomas, Nikole und Sam), die mit mir in der Cabina uebernachtet haben. Stefan hat mir dann den Tag frei gegeben und wir sind zusammen zum Strand und zu einem kleinen Wasserfall gefahren. Das war ein super schoener Tag und ich habe ein wenig von der naeheren Umgebung gesehen. Da ich aber selten ins Internet Cafe kommen werde, werden die Abstaende der postings in den naechsten vier Wochen etwas groesser als normalerweise. Aber ich habe eine Telefonnummer: (506) 786 50 59, dort koennt ihr mich erreichen, wenn ihr wollt. Nur bitte bedenken, dass wir hier 7 Stunden zurueck sind. Die beste Zeit ist also ab 17.00 Uhr. Dann ist es hier 10.00. Spaeter geht natuerlich auch.
Ich werde hier bis zum 12. Maerz bleiben, dann hole ich meinen Bruder und seine Familie in Liberia ab und dann fahren wir mit dem Auto durch (fast) ganz Costa Rica. Wir werden auch ein paare Tage im Jardin Tortuga verbringen, weil es die ideale Basis fuer Trips im Sueden ist. Ansonsten nicht boese sein, wenn ich nicht jeder/jedem persoenlich schreibe, aber ich sitze nur fuer diesen Eintrag fast 3 Stunden im Internet Cafe, fuer das ich 6 Kilometer laufe und 30 Kilometer mit dem Bus fahre!!! Das hochladen der Fotos ist der reinste Horror und Abstuerze sind an der Tagesordnung. Da fehlt mir der Elan, auch noch mehrere Emails zu schreiben. Was natuerlich nicht heisst, dass ich nicht gerne welche bekomme! Ebenso sehr freue ich mich ueber kommentare in diesem Block!!!

Adios Langosta y hola Ojochal / El Jardin Tortuga


Hasta luego, besos Andrea

Samstag, 9. Februar 2008

Super kurzes hola

Hi Leute,

habe hier im Jardin Tortuga nur einen Steinzeit Internetanschluss. Versuche naechste Woche in ein Internet Café zu kommen, was allerdings sehr schwierig ist. Aber mir geht es gut, ich arbeite jetzt hier und geniesse die Natur. Schaut mal unter http://www.theturtlesgarden.com, da bin ich naemlich gerade.